Beseitigen von Sturmschäden mit der Drehleiter

Auch unser Ortsverband war an diesem Wochenende im Dauereinsatz!

Bereits am Freitag um 18:00 Uhr trafen sich einige Kameraden, um in Bereitschaft zu gehen. Im Vorwege hatten wir mit der Feuerwehr Itzehoe abgesprochen, dass wir zur Unterstützung bereit stehen.

In den Abendstunden wurde der Ausnahmezustand erklärt und unser Fachberater unterstützte den Stab der Itzehoer Feuerwehr.

Bereits kurze Zeit später wurde die Fachgruppe N zu einem Einsatz mit der FF Itzehoe alarmiert. Aufgabe war es ein beschädigtes Dach zu sichern.

Um 04:00 wurde unsere Führung alarmiert- „Baum auf Haus“, mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr Itzehoe wurde entschieden, dass diese Aufgabe nur mit Hilfe der Drehleiter und eines Kran zu bewältigen ist.

Wir alarmierten den THW Ortsverband Pinneberg mit dem Kran der Fachgruppe Brückenbau. Aus unserem Ortsverband unterstützen 25 Helfer/innen und bereiteten die Einsatzstelle soweit vor, dass alles hell erleuchtet war!

Nach einer kurzen Erkundung und Absprache zwischen dem Kranführer und Drehleiterführer, wurde begonnen den Baum zu beseitigen. Der Einsatz ging bis Samstag 12:00 Uhr.

Während des Vormittags wurde unser Ortsverband zu diversen Einsatzstellen im Itzehoer Stadtgebiet und in die Gemeinde Sommerland alarmiert, um vor Ort gemeinsam mit der Feuerwehr das weitere Vorgehen zu beraten und die Gefahren zu beseitigen.

In Sommerland wurde nach der Erkundung der THW Ortsverband Elmshorn durch uns alarmiert, um diese Einsatzstelle zu übernehmen.

Am Nachmittag, kurz nach Herstellung der Einsatzbereitschaft, erhielten wir den Auftrag einen großen Baum an der Bahnlinie Hamburg-Westerland in Itzehoe zu fällen. Nach Freigabe durch den Bahnmanager und des Wehrführer der FF Itzehoe wurde dieses durch unsere Bergungsgruppe umgesetzt.

Am Samstag Nachmittag, nachdem alles wieder einsatzbereit war, konnten unsere Helferinnen und Helfer wohlverdient in Ruhe gehen.

Die nächsten Tage können auch noch unruhig werden, Regen und Sturm bleiben uns erhalten. Wir stehen hier weiter 24/7 bereit.

Bedanken möchten wir uns bei den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Itzehoe und Sommerland, sowie den THW Ortsverbänden Pinneberg und Elmshorn für die tolle Zusammenarbeit und Kameradschaft!

Das ist FeuerWerk! 😊💪👍🏻

Feuerwehr Itzehoe, Technisches Hilfswerk OV Elmshorn, Feuerwehr Sommerland, THW Pinneberg, Freiwillige Feuerwehr Siethwende.

Passt weiter auf euch auf und bleibt gesund!

Nach einer kurzen aber schweren Krankheit verstarb unser geschätzter Kamerad Helmut Raß am 08.07.2021 im Alter von nur 62 Jahren.

Helmut war seit seinem 18. Lebensjahr Helfer im Ortsverband Itzehoe.
In den 44 Jahren seiner THW-Zugehörigkeit hat er viel erlebt und den Ortsverband Itzehoe maßgeblich geprägt.
Er selbst hat sich immer weiter fortgebildet, vom Gruppenführer zum Zugführer, Ausbildungsbeauftragter und Grundausbildungsprüfer.
Für Helmut war die Ausbildung immer das A und O.

In seinen über 30 Jahren als Ausbilder hat er die Helferinnen und Helfer auf die anstehende Grundausbildungsprüfung vorbereitet.
Und das sehr erfolgreich! Denn alle seiner Schützlinge haben die Prüfung bestanden und konnten anschließend das Erlernte im technischen Zug einbringen.

Helmut war mit seiner Expertise im Bereich „Deichverteidigung“ und „Sturzfluten“ – gar alles was mit Sandsäcken zu tun hatte – sehr geschätzt und gern gesehen.
Dieses wissen hat er jedoch nicht nur im THW angewendet, er lebte auch das FeuerWerk.
Regelmäßig frischte er das Wissen der Feuerwehrbereitschaft und der Feuerwehren im Kreis Steinburg auf und bildete auch hier die Themen „Deichverteidigung“ und „Sturzfluten“ aus.

Auch die jungen Helferinnen und Helfer profitierten von Helmuts Erfahrung, denn gerade diese lagen ihm immer besonders am Herzen. Helmut war auf zahlreichen Jugendlagern vertreten und hat in den letzten Jahren sehr aktiv beim Thema Leistungsabzeichen mitgewirkt, ja sogar bundesweit die Prüfungen mit ausgearbeitet.

Bereits im Jahr 2020 sollte Helmut mit dem Ehrenabzeichen in Silber ausgezeichnet werden, dies war jedoch aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie nicht möglich.
Umso glücklicher macht es uns, dass wir ihm diese Auszeichnung vor wenigen Wochen noch persönlich – wenn auch im kleinen Rahmen – übergeben konnten.

44 Jahre ehrenamtliches Engagement, Verantwortung, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Souveränität, Kameradschaft und Freundschaft. Das sind nur einige Schlagwörter die zu Helmut passen.

Wir danken Dir, lieber Helmut, für die vielen Jahre und werden die Erinnerung an Dich bewahren.
Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Verwandten und Freunden.

– Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt.
Ein Mensch, der immer für uns da war, ist nicht mehr.
Er fehlt uns.
Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen,
die uns niemand nehmen kann. –

Erst vor einigen Monaten erhielten wir als Ortsverband den Bausatz Bahn (Schienenrollwagen) für unser Einsatz-Gerüst-Systems (kurz: EGS)
Der Schienenrollwagen dient zum Transport von Paletten und Arbeitsmaterial, kann aber auch zum Personentransport genutzt werden.

Nach einigen „Trockenübungen“ hatten wir nun die Möglichkeit, diesen auf einer echten Bahnstrecke aufzubauen und zu testen.
Hierbei handelte es sich um ein privates Stück Bahnstrecke, welches für uns gesperrt wurde, um niemanden zu gefährden.

Im Zuge unserer letzten Ausbildung haben wir uns mit unserer Seilwinde, sowie unserem Schere/Spreizer-Satz beschäftigt.
Hierfür durften wir auf dem Gelände der Firma Müller GmbH, Dägeling an einem schrottreifen Auto üben.

Im ersten Schritt ging es darum, ein, auf dem Dach liegendes, Auto wieder aufzurichten.
Hierzu haben wir unsere, am Gerätekraftwagen I (GKW I), installierte Seilwinde benutzt.
Als Konterpart, damit das Fahrzeug nicht unkontrolliert zu Boden stürzt, nutzten wir unseren Greifzug, den wir an einem Fahrzeug befestigt haben.
Im Zusammenspiel zwischen Seilwinde und Greifzug gelang es uns somit, das Fahrzeug sanft und sicher wieder aufzurichten, um eine vermeintliche Person aus dem Fahrzeug zu retten.

Nach der Bearbeitung der Scheiben mittels Bergebeil etc. kam dann noch der Schere/Spreizer-Satz zum Einsatz.
Auch hierfür nutzten wir das bereits schrottreife Fahrzeug, um den Umgang mit den Gerätschaften zu vertiefen.

Auch, wenn es nicht zum „Tagesgeschäft“ des THWs gehört, verunfallte Personen aus einem Fahrzeug zu retten, so war es für uns eine interessante Erfahrung, was bei einer solchen Rettung zu beachten ist.

Wir möchten uns in diesem Zuge recht herzlich bei der Firma Müller GmbH, Dägeling bedanken, dass wir auf ihrem Betriebshof üben durften!