Chronik

05.11.1952
Es findet die Gründungsversammlung zur Aufstellung eines THW-Ortsverbandes für die Stadt Itzehoe und den Kreis Steinburg statt.

10.11.1952
Herrn Rudolf Lengwinat aus Heiligenstedten werden die Aufgaben des OBL (Ortsverbandsleiter) für den Ortsverband Itzehoe übertragen. Die ersten Kontakte mit dem Kreis sowie der Stadt Itzehoe werden aufgenommen. Der OV besteht aus 5 Männern

1953
Aus gesundheitlichen sowie beruflichen Gründen ist es Rudolf Lengwinat nicht mehr möglich, die Aufgaben des OBL weiter zu übernehmen. Vom Landesverband Kiel wird Herr Dr. Ing. Walter Dienst aus Breitenburg  – Nordoe mit den Aufbauarbeiten für den Ortsverband Itzehoe beauftragt und zugleich kommissarisch als Leiter benannt.

1954
Als neuer OB (Ortsbeauftragter) für den OV Itzehoe wird Herr Theodor Manusch aus Itzehoe ernannt. Die ersten Helfer werden mit Einsatzkleidung ausgerüstet. Der Übungsbetrieb des jungen OV wird mit einfachsten Mitteln begonnen: Wäscheleinen, Schaufeln, Spaten und Schubkarren.

1955
Der OV Itzehoe wird in den LSHD – Luftschutzdienst eingegliedert. Der OV zählt jetzt 28 Helfer

1957
Der OV zählt jetzt 39 Helfer. Der Ausbildungsstand ist gut. Die Helfer besuchen die Technische Schule in Kiel-Wik und die THW-Schule in Marienthal in der Eifel. Im Auftrag des Itzehoer Verkehrsverein wird die ehemalige Fischbrutanstalt im Breitenburger Wald abgebrochen.

1959
Am 16. August wird im Rahmen einer Luftschutzübung mit den Ortsverbänden Elmshorn und Pinneberg geübt. Unter anderem wird ein stabiler Holzsteg zu einer Insel in der Edendorfer Tonkuhle gebaut und dem Sportanglerverein Itzehoe zur Weiternutzung übergeben:
stegbau_tonkuhle_1957

1960
Zum neuen OB für Itzehoe wird Kreisoberbaurat Reiff ernannt. Aus Anlass eines vom „Kuratorium Unteilbares Deutschland“ veranstalteten Stafettenlaufs zum 17. Juni wird das THW-Itzehoe gebeten, auf dem Lornsenplatz eine Nachbildung des Brandenburger Tors zu errichten:

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Bauphase des Tors
brandenburger tor
Das fertige Projekt !

1962
In diesem Jahr müssen zum ersten Mal die bisher nur geübten Fähigkeiten bei einer der größten wirklichen Katastrophen eingesetzt werden. In der Zeit vom
14. – 26 Februar sind alle Helfer des THW Itzehoe während der schweren Sturmflut, die nicht nur Itzehoe heimsucht, pausenlos im Einsatz. Die Hilfe des Itzehoer Ortsverbandes wird überall und in jeder Ecke gebraucht, die Not und Gefahr ist groß. Allein im Kreis Steinburg werden 59 t Tierkadaver vom THW geborgen und Entsorgt.  Die rund 98 Helfer des OV Itzehoe leisten rund 4.000 Einsatzstunden.

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Bundesstraße 5 am Delftor
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Deichbruch bei Münsterdorf

1963
Bei der großen Sturmflut 1962 hat der OV Itzehoe seine erste große Bewährung gezeigt. Am 16. März finden sich alle Helfer mit den Frauen in den Räumen der Kantine der Alsen – Portland – Zementfabrik ein. In einer Feierstunde wird allen THW-Helfern die Sturmflutmedaille an die Uniform geheftet. Danach spielt eine Tanzkapelle zum gemütlichen Teil auf.

1969
Bei der Norddeutschen Rundschau soll eine Druckmaschine aus dem ersten Stock abgeseilt werden. Diese Aufgabe wurde dem THW übertragen.

1972
Hoher Besuch in Itzehoe: Im September besucht THW-Präsident Dr. Kolb den Ortsverband und Informiert sich über die Leistungsfähigkeit der Itzehoer Mannschaft.
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THW-Präsident Dr. Kolb zu Besuch im OV-Itzehoe

1974
Im April wird OB Hans-Hinrich Harbeck Nachfolger von Walter Dähne als Kreisbeauftragter für das THW.

1977
Der Bergungs- und Instandsetzungszug erhält  neue Fahrzeuge.

1979
Der erste Einsatz des Jahres lief gleich am Neujahrsmorgen auf. In der Silvesternacht hat eine Schlechtwetterfront Unmengen von Schnee über Schleswig-Holstein ausgeschüttet. Nördlich des Nord-Ostsee-Kanal waren ganze Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten. Teilweise 3 Meter hohe Schneewehen behinderten viele Pendler und Versorgungslastwagen. Tag und Nacht war das THW beschäftigt Fahrzeuge zu befreien damit die Räumungsaktionen von statten gehen konnten. Die Helfer wurden zum Teil mit heißem Tee und Kaffee von den Anwohnern versorgt.

1988
Der Bundesrechnungshof will das THW auflösen, stößt aber auf herbe Kritik.

1992
Im Jahre 1992 besuchte Dietrich Austermann das THW in Itzehoe und versprach „Mittel locker zu machen“ um die Unterkunft zu modernisieren.
Ein Trabi zog in die THW-Hallen ein.

1995
Im Jahr 1995 gab es einen Großeinsatz im Kreis Steinburg. Auf der Bahnstrecke Elmshorn – Neumünster ereignete sich ein schweres Zugunglück. 134 THW´ler waren im Einsatz
bahnunglueck

1996
Im Jahre 1996 gab es den ersten Auslandseinsatz für die Fachgruppe Trinkwasser. Der Helfer  Thorsten Bindig fliegt nach Ruanda, um dort mit einem Einsatzteam Trinkwasser für die Bevölkerung zu produzieren.

1997
Hans-Hinrich Harbeck leitet den Itzehoer Ortsverband bereits seit 25 Jahren und ist Dienstältester THW-Chef.

1998
In der Kreidegrube Saturn drohte nach starkem Regenfall das Pumpenhaus auszufallen. Zusammen mit der Feuerwehr wurde das Wasser aus der Grube gepumpt.
Das Dach des SKY-Markt in der Edendorfer Straße stürzte aufgrund der Wassermassen ein.

1999
Der Große Jahreswechsel 1999/2000 hielt auch das THW in Atem. Es wurde viel gerätselt und vorbereitet. Aber wie überall blieb auch hier der große „Jahrtausend-Crash“ aus.

2000
Zum 01.01.2000 übernahm Manfred Prigandt den Posten des OB.

2001
Im Januar ereignete sich in Indien ein großes Erdbeben. Vom Itzehoer OV flog der erste Helfer Mitte Mai ins Erdbebengebiet, um bei bei der Trinkwasseraufbereitung mitzuhelfen. In weiteren Teams folgten weitere Helfer des Ortsverbandes.

März 2010
Nach 10 Jahren stellt sich Manfred Prigandt nicht mehr zur Wahl des neuen Ortsbeauftragten. In einer Wahl des erweiterten Ortsausschuss wird Martin Kutsche als neuer Ortsbeauftragter vorgeschlagen und am 19. März 2010 durch den Landesbeauftragten in einer Feierstunde berufen.

09.02.2011
Um 10:26 Uhr wurde die Itzehoer Feuerwehr zum Feuer in unseren Garagen alarmiert. Der Schaden war erheblich. Der GKW II, das 30kVa-Aggregat und das Zugtrupp-Fahrzeug wurden ausgesondert. Der GKW I konnte gerettet werden. Die Sanierungsarbeiten zogen sich weit über ein Jahr hinaus.

06.12.2011
In einer Feierstunde im historischen Rathaus wurde Wolfgang Vollmann für 50 Jahre aktiven Dienst im THW durch den Landesbeauftragten Dierk Hansen geehrt. Viele Gäste, darunter ehemalige Weggefährte und Vertreter von anderen Hilfsorganisationen nahmen an der Veranstaltung teil.

01.01.2013
Neuer Ortsbeauftragter für Itzehoe. Mit Sven Guericke wurde ein langjähriger und erfahrener THW´ler zum neuen Dienststellenleiter gewählt. Der vorherige Ortsbeauftragter, Martin Kutsche, musste aus beruflichen Gründen sein Amt vorzeitig niederlegen.